Familie von Ferber zu Melz

Am 3. Juli 1704 erneuerte Kaiser Leopold I. das Adelsdiplom für die Gebrüder Karl Friedrich (1653-1714) und Gustav Ferber (1657-1718), welches am 8. April 1706 durch Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg anerkannt wurde.

Karl Friedrich von Ferber studierte in Gießen und Leipzig. Er läßt sich 1679 als Hof- und Landgerichts- Advokat in Rostock nieder. 1681 promoviert er in Greifswald zum Dr. jur. Er erbt 1680 vom Vater einige Güter bei Rostock, die jedoch unter seinem Sohn Anton Heinrich 1753 von der Stadt Rostock übernommen werden.

Anton Heinrich von Ferber (1698-1740) ist dänischer Hauptmann und erwirbt 1732 die Güter Melz (mit Friedrichshof und Augustenhof), Karbow, Priborn, Solzow. Alle Orte liegen in der südlichen Müritzregion. Melz wird der Hauptsitz der Familie. Noch heute befindet sich in der Dorfkirche von Melz die Familiengruft.

Friedrich August von Ferber auf Melz (1735-1818), Sohn von Anton Heinrich, wurde 1798 als Einheimischer anerkannt.

Sein Sohn Johann von Ferber (1764-1840) ist Major in der kurfürstl. Sächsischen Garde du Corps in Dresden und verfügt über die Güter Krizow (ab 1810), Karbow (ab 1821) und Melz. Der Sohn Bogislav von Ferber (1773-1836) ist mecklenburgischer Hauptmann und verfügt über Kl. Helle (ab 1812), Priborn (ab 1821) und Solzow.

1840 erbt August von Ferber (1800-1881) von seinem Vater Johann von Ferber die Güter Kritzow, Karbow und Melz. Außerdem überschreibt ihm sein Onkel Bogislav 1838 Priborn.

Die Länderreien wurden dann um 1880 an seine Söhne verteilt. Sie traten das Erbe als als Fideikommiß an. August von Ferber (1846-1908) erhält Melz, Otto von Ferber (1856-/) Karbow und Ernst von Ferber (1850-/) Priborn.

Ernst von Ferber heiratete am 20. Oktober 1877 seine Cousine Vally von Bornstedt. Sie ist Tochter des Majors a.D. Edzard von Bornstedt in Berlin.

Sie ließen zwischen 1870 und 1880 das Gutshaus in Priborn errichten.

Ihre Kinder hießen: Julius von Ferber (*1878), Johann von Ferber (*1880) und Horst von Ferber (*1882).

Letzter Besitzer des Gutes Priborn mit 1.200 ha war bis zur Bodenreform 1945 Dr. Ing. Horst von Ferber. Er verzog alleinstehend nach Waren.

Quellen:
Karl von Ferber: Stammtafel des Geschlechts von Ferber, Schwerin 1900
Gustav v. Lehsten: Der Adel Mecklenburgs, Rostock 1864



Besitz

Kl.Helle 1832-1870 (bei Malchin Mecklenburg)
Karbow 1732-1945 (Südmüritz Mecklenburg)
Kritzow 1810-1842 (bei Plau am See Mecklenburg)
Melz 1732-1945 (Südmüritz Mecklenburg)
Priborn 1732-1945 (Südmüritz Mecklenburg)
Solzow 1732-1859 (Südmüritz Mecklenburg)

Wappen am Giegel
Wappen am Giebel


Familienwappen von Ferber

Wappen von Ferber
In rotem Felde auf grünem Hügel zwischen zwei silbernen Kleeblättern eine aufgerichtete goldene Zündrute und oberhalb der selben auf jeder Seite ein silberner Stern. Auf dem gekrönten Helm ein wachsender silberner Steinbock. Helmdecken golden und rot.


Familienwappen von Bornstedt

Wappen von Bornstedt
In blauem Felde eine nach rechts gebogene silbern aufgestülpte rote Zipfelmütze. Auf dem Helm die Mütze, besteckt mit fünf Straussfedern: golden, blau und rot. Helmdecken in blau und rot.
Die Diplomarbeit ist aus dem Jahr 2005. Das Objekt wurde im Frühjahr 2009 verkauft.
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