Ziel der Diplomarbeit ist es ein Nutzungskonzept für das seit 2003 zum Verkauf stehende Gutshaus in Priborn zu entwickeln.

Priborn ist ein Dorf in Mecklenburg Vorpommern mit 425 Einwohnern an der unteren (südlichen) Müritz gelegen. Im Zentrum steht das gegen Ende des 19. Jhd. errichtete ehemalige Gutshaus inmitten eines Parks mit altem Baumbestand. Eine schöne Allee mit hohen Bäumen fährt von der Straße direkt auf das Gebäude.

Das Gutshaus wurde unter Ernst von Ferber, der von seinem Vater als Rittermeister auf Priborn eingesetzt wurde, zwischen 1870 und 1880 erbaut. Das zweigeschossige Gebäude mit seiner Backsteinfassade hat eine imposante, aber nicht aufdringliche Architektur. Es hat eine Nutzfläche von ca.1265 m² (EG, OG, KG und DG). Das Haus ist ein konventioneller Ziegelbau mit Mittelrisalit im Eingangsbereich. Die an den Außenseiten hochgezogenen Türme verleihen dem Haus Schlosscharakter. Im Dreiecksgiebel befinden sich die Familienwappen der Familie v. Ferber und v. Bornstedt. Auf der Gartenseite ragt ein Erkerbau weit aus der Fassade hervor. Das Gebäude ist zweigeschossig und voll unterkellert. Der Haupteingang befindet sich leicht erhöht auf der östlichen Längsseite des Gebäudes. Davor ist ein repräsentativer Garten angelegt, der südlich und westlich in einen Park übergeht. Ein zweiter Eingang befindet sich auf der westlichen Längsseite.
Der Kellereingang mit Außentreppe liegt an der nördlichen Schmalseite.

Letzter Besitzer war bis 1945 Dr.Ing. Horst von Ferber (der jüngste Sohn des Erbauers). Nach der Enteignung diente das Haus der Unterbringung von Flüchtlingen.
Von 1959 bis 2003 war dort die Polytechnische Oberschule "Otto Brosowsky" untergebracht.
Seit 2003 steht das Anwesen mit dem umliegenden Park (ca. 2,7ha) und seinen Nebengebäuden zum Verkauf. Das Gebäude wird heute noch teilweise von der Gemeinde genutzt. Im Erdgeschoss befand sich bis Februar 2005 das Gemeindebüro. Im Obergeschoss ist ein Frisör und im Kellergeschoss ein Jugendclub untergebracht.

Zum Objekt gehören ein neuzeitliches Gesellschaftsgebäude (westlich parallel zum Gutshaus) und eine Turnhalle direkt an der Dorfstraße. Das Nebengebäude mit einer Nutzfläche von ca. 460 m² wurde 1975 erbaut. Im Gebäude waren Klassenräume sowie Toiletten und Küchenräume untergebracht. Nach einem teilweisen Umbau 1990 entstanden zwei Mehrzweckräume mit flexiblen Raumteilern. Die Turnhalle mit einer Nutzfläche von ca.375 m² wurde 1960 erbaut. Das Gebäude ist teilweise unterkellert und beherbergt die zentrale Ölheizung sowie die Öltanks. Nach einer teilweisen Modernisierung 1995/ 1996 entstanden neue Sanitärbereiche.


Die Diplomarbeit wurde betreut durch Prof.in C. Munoz de Frank und Prof. A. Kleinefenn an der FH Lippe und Höxter.

Gutshaus Ansicht
Gutshaus Ansicht

Seitenansicht
Seitenansicht

Gartenansicht
Gartenansicht

Park
Park
Die Diplomarbeit ist aus dem Jahr 2005. Das Objekt wurde im Frühjahr 2009 verkauft.
Bitte sehen Sie von telefonischen Rückfragen bei mir oder im Amt Roebel ab.
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